Glossar

HANKO
判子
umgangssprachlich für Stempel. Die registrierte Version heißt JITSU-IN, die ungegistrierte MITOME-IN. Der Oberbegriff ist INKAN.
HAKUBUN
白文

Stempel, bei dem die Zeichen vertieft graviert sind und dadurch die Papierfarbe zeigen, also meist weiß. Chinesisch wird von einem YIN-Stempel gesprochen. (s. YIN YANG)
HIRAGANA
平仮名

Aus der Kursive gleichlautender KANJI abgeleitete Silbenzeichen
INKAN
印鑑
Oberbegriff für Stempel.
JITSU-IN
実印
Amtlich registrierter Stempel, der bei wichtigen Angelegenheiten benutzt wird.
KANA
仮名
Silbenalphabet, aus rund 50 Zeichen bestehend, mit 2 Ausformungen HIRAGANA und KATAKANA.
KAISHO
楷書
Standardschrift.
KANBO-IN
関防印

Stempel, der meist ein Motto, einen Sinnspruch trägt und bei Schreibkunst-oder Tuschmalerei-Werken rechts oben gesetzt wird.
KANJI
漢字
Chinesische Zeichen, die in der japanischen Schriftsprache einen wesentlichen Teil ausmachen.
KANJI lassen sich, grob gesagt, in 7 verschiedenen Stilen schreiben. Für Stempel ist die sogenannte Siegelschrift TENSHO üblich, aber auch andere Stile sind möglich.
KATAKANA
片仮名

Silbenalphabet mit dem nichtjapanische Namen und Wörter geschrieben werden
MITOME-IN
認め印
Nicht registrierter HANKO für das Abstempeln beim Entgegennehmen von Briefsendungen oder dergleichen.
RAKKAN
落款
Abkürzung für RAKUSEI NO KANSHI, die Widmung und persönliche Signatur eines Malers oder Schreibkünstlers auf seinem/ihrem Werk
RAKKAN-IN
落款印
Die Stempel, die unter das RAKKAN gesetzt werden oder auch manchmal allein stehen.
REISHO
隷書
"Kanzleischrift". Wurde etwa gleichzeitig zur Siegelschrift entwickelt und diente amtlichen Zwecken. Heute noch sehr beliebt besonders in China und Taiwan.
SHODO
書道

Japanische Schreibkunst. Wörtl. Schreib-Weg. Eine Disziplin, die auf Vervollkommnung der Persönlichkeit durch das Schreiben mit dem Pinsel abzielt. Entstanden unter dem Einfluss des Zen-Buddhismus in Japan.
SOSHO
草書
"Grasschrift". Kursivschrift.
TENSHO
篆書
Siegelschrift. Dieser Stil hat etliche Varianten. Die gebräuchlichste, die sog. kleine Siegelschrift, wurde in der QIN-Dynastie (220 v.Ch.) standardisiert.
YIN-YANG
陰陽
Symbol der kosmischen Ordnung. Verwobenheit von plus und minus, männlichem und weiblichem Prinzip. Auf diesem Prinzip sind so gut wie alle ostasiatischen Denkgebäude und Kunstformen aufgebaut.